Piraten

 

Abends um sieben Uhr trudelten alle Schüler der Klasse 5k als Piraten verkleidet mit ihren Schlafsäcken und anderen Übernachtungsutensilien in der Bibliothek ein. Dort wurden sie von den zwei Bibliothekaren, Frau Fülling und Herrn Knigge, sowie von dem Lehrer Herrn Luers und der Klassenlehrerin Frau Sültmann- Genzmer erwartet.

Die Schüler konnten erst einmal allein herumschmökern oder sich Piratentatoos verpassen lassen. Plötzlich klopfte es wild draußen an die Bibliothekstür. Dort stand mit Messern und Flaggen bewaffnet Captain Säbelzahn in der Dunkelheit. Er zog sofort alle Piraten in seinen Bann, als er aus seinem wildem Leben berichtete. Er war unterwegs, um ein neue Schiffsmannschaft anzuheuern. Jeder neue Freibeuter musste den Schwur auf die Piratenflagge leisten :"Einer für alle. Alle für einen." Nach einem gemeinsamen Piratenimbiss, der aus Zwieback und Tee bestand, verließ er die Mannschaft.

Es folgte eine Piratenrallye, in der die Schüler all ihr Wissen (sie durften eine Bücherkiste zur Unterstützung benutzen) rund um die Piraterie kundtun mussten. Nach dem Ausfüllen der Rallyeblätter war ein Riech- und Tastparcours angesagt. Hierbei mussten Piraten Waren, die auf gekaperten Schiffen transportiert wurden, ertasten bzw. erriechen. Es handelte sich um Seide, Gold, Gewürze, Tee, Felle etc.

Noch war ans Schlafen lange nicht zu denken. Nach einer weiteren weiteren Stärkung, diesmal mit Fanta und Chips, sahen sich die Freibeuter ein Bilderbuchkino an. Inzwischen ging es auf Mitternacht zu, und die kleinen Filibuster mussten ihre "Betten" bauen. Nach dem Umkleiden zur Nacht begann die Kinovorstellung. Gezeigt wurde der Film "Peter Pan", in dem sich der Titelheld mit dem wilden Piratenkapitän Hook herumplagen muss. Gegen 2.00 Uhr war dann Bettruhe angesagt. Einigen fielen auch schnell die Augen zu, andere waren noch so aufgekratzt, dass sie bis halb vier herumgeschnattert haben.
Nach einem - sehr ruhigen - Frühstück um 8.15 Uhr am nächsten Morgen räumten die ehemaligen Piraten die Bibliothek, um sich von ihren abenteuerlichen Strapazen zu erholen.