epos

Wir arbeiten mit dem elektro­nischen Portfolio der Sprachen (epos)

Frau Bellingrodt von der Universität Bremen

Seit seiner Entwicklung 1991 hat sich das Europäische Portfolio der Sprachen im schulischen Fremdsprachenunterricht vielfach bewährt. Im Rahmen des BLK-Verbundprojekts „Sprachen lehren und lernen als Kontinuum“ (2004-2007) haben Kooperationsteams mit Fremdsprachenlehrerinnen und -Lehrern aus den Bundesländern Berlin, Bremen, Hessen und Nord¬rhein-Westfalen das Konzept eines Grundportfolios für die Primarstufe und eines Aufbauportfolios für die Mittelstufe erarbeitet. In Bremen ist nach Abschluss des Verbundprojekts eine webbasierte interaktive Fassungen des Sprachenportfolios für den Fremdsprachenunterricht der Mittelstufe entstanden: epos, das Elektro­nische Portfolio der Sprachen.

In der Studie wird untersucht, wie Schülerinnen und Schüler mit einem elektronischen Sprachenportfolio arbeiten. Dabei wird besonders berücksichtigt, inwiefern das Medium Computer in Verbindung mit dem Internet die Effekte der Sprachenportfolioarbeit beeinflusst. Der Umgang mit gängigen Printversionen soll die Lernenden zur Reflexion ihrer Lernprozesse anregen, das autonome Lernen fördern und die Fähigkeit stärken, die eigenen Lernergebnisse zu beurteilen (self-assessment). Darüber hinaus zielt Sprachenportfolioarbeit auf die Entwicklung der Bewusstheit für Kulturen (culture-awareness), Sprachen (language-awareness) und Sprachenlernen (language-learning-awareness) ab. Die genannten Effekte sollen durch den Umgang mit dem elektronischen, webbasierten Sprachenportfolio epos zusätzlich gestärkt werden.

Für die Einführung des elek­tronischen Sprachenportfolios epos in Bremer Schulen ist es unerlässlich, die Erfahrungen von Schü­­le­rinnen und Schülern im Rahmen einer umfang­reichen Studie zu do­ku­mentieren und aus­zuwer­ten. Nur wenn die Erkenntnisse der Lernenden aus den ersten praktischen Arbeiten mit epos evaluiert werden, ist auch eine kontinu­ierliche Entwick­lungs­optimierung des elek­tro­nischen Sprachen­portfolios von Be­ginn an gewähr­leistet. Darüber hinaus dient das geplante Forschungsvorhaben dem Erlangen wichtiger Erkenntnisse im Bereich der Lernerautonomie und der Lernprozessreflexion, nicht nur für die Portfolioforschung, sondern auch oder besonders für die Forschung der Fremdsprachendidaktik Spanisch. 

Eine Kooperation mit dem FB 10 der Universität Bremen